Schwanger: Risikofaktor BMI?!

Von Annabell

Das negative Stigma der Plus-Size Schwangerschaften

Schwangere Frau

Schwangerschaft und Übergewicht? Für viele gehen diese beiden Begriffe normalerweise nicht Hand in Hand. Eine Plus-Size Schwangerschaft weckt bei anderen oft negative Assoziationen und wird mit Skepsis beäugt. Doch aus welchem Grund? Denn nur aufgrund eines höheren Body Mass Index ist man nicht automatisch nicht in der Lage, eine komplikationslose Schwangerschaft zu führen.

Negativ-Bias der Medien

Erwartet man ein Kind, dreht sich ein Großteil des Lebens nun um das Ungeborene. Man sucht sich verschiedene Informationsquellen, um sich so gut wie möglich auf den radikalen Lebenswandel vorbereiten und einstellen zu können. Doch Informationsquellen, die sich spezifisch auf Plus-Size-Schwangerschaften beziehen, sind leider immer noch eine Rarität.

Wenn man dann nach langer Suche auf einen Beitrag oder Artikel über dieses Thema gestoßen ist, ist dieser meistens überflutet mit Vorurteilen, negativen Kommentaren und Halbwahrheiten. Unter anderem wird den werdenden Müttern weiß gemacht, dass Übergewicht automatisch Komplikationen bei der Schwangerschaft hervorrufen wird. Unter anderem wird das Kind angeblich nicht mit einer normalen Größe zur Welt kommen können und ein Kaiserschnitt die einzig denkbare Möglichkeit, das Kind heil zur Welt zu bringen. Das ist natürlich alles Unsinn.

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Schwangerschaft

Es bestehen leicht erhöhte Risiken, jedoch heißt dies nicht, dass eine komplikationsfreie Schwangerschaft nicht möglich ist. Viele der Leserinnen sind allerdings leider nicht bewusst, dass die Argumente stark übertrieben und teilweise sogar inkorrekt sind. Dazu kommt, dass vielen der Artikel eine wissenschaftliche Basis fehlt, um die Äußerungen zu belegen. Das kann sogar soweit führen, dass ein Kinderwunsch aufgrund der negativen medialen Auffassung ein zweites Mal überdacht wird. Bei Fragen oder Bedenken, sollte man sich daher lieber and einen Experten seines Vertrauens wenden, anstatt im Internet Rat zu suchen.

Was man beachten sollte

( 1 ) Es könnte durchaus möglich sein, dass man während der Schwangerschaft zweimal für Diabetes getestet wird. Ab einem Body Mass Index (BMI) von über 30 ist es gängige Praxis, einmal zu Beginn der Schwangerschaft und ein zweites Mal zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche getestet zu werden. Dies ist aber überhaupt kein Grund zur Beunruhigung, da es reine Vorsorge ist. Nur weil man etwas kurviger ist, heißt das nicht automatisch, dass man an Schwangerschaftsdiabetes erkranken wird.

( 2 ) Während der Schwangerschaft kann es durchaus möglich sein, kaum an Gewicht zuzunehmen oder sogar Gewicht zu verlieren. Diese Gewichtsverluste sollten jedoch keinesfalls durch Diäten erzielt werden, sondern rein durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Wichtig ist hier, gesunde Wahlen zu treffen, um es dem Körper zu ermöglichen, das Baby mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen und eine reibungslose Entwicklung zu gewährleisten.

( 3 ) Der Bauchumfang in einer Plus-Size-Schwangerschaft kann sich von dem einer Person mit einem niedrigeren BMI unterschieden. Der Babybauch könnte außerdem erst weitaus später in der Schwangerschaft zu erkennen sein. Man sollte wissen, dass andere Nullmessungen des Bauchumfanges beim Arzt genutzt werden.


( 4 ) Neben eines zweifachen Tests auf Schwangerschaftsdiabetes könnten weitere zusätzliche Untersuchungen angeordnet werden. Diese sind jedoch ebenfalls kein Grund zur Sorge, da sie im Grunde genommen dazu dienen, Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Bestehen Unklarheiten in Bezug auf die Untersuchungen, sollte unbedingt nachgehakt werden, denn Ärzte sind dazu verpflichtet, Auskünfte über den Beweggrund und das weitere Verfahren zu geben.

( 5 ) Man sollte sich nicht aufgrund der eigenen Kleidergröße beschämen lassen und immer eine respektvolle Behandlung erwarten.

( 6 ) Ein Kaiserschnitt ist keineswegs die einzige Möglichkeit, sein Kind zur Welt zu bringen, wenn man Übergrößen trägt. Ein großer Anteil der Plus-Size Schwangerschaften endet ebenfalls mit einer natürlichen Geburt und auch hierbei sollten Ärzte auf die Anliegen ihrer Patientinnen Rücksicht nehmen.

( 7 ) Von negativen Kommentaren sollte man sich keinesfalls entmutigen lassen. Eine Schwangerschaft ist ein Wunder der Natur und nur aufgrund des Body Mass Index wird das Kind weder beeinträchtigt noch hat es eine Anlage zu Übergewicht.

Ein paar Worte, die man sich zu Herzen nehmen sollte

Eine Schwangerschaft ist etwas Außergewöhnliches. Diese einzigartige, schöne Erinnerung sollte man sich von keinem - und schon gar nicht durch die negative Einstellung anderer - nehmen lassen.

Schwangerschaftsmode einkaufen, Bilder vom Babybauch schießen lassen und sich mit Freundinnen zum Babytratsch treffen, machen diesen Lebensabschnitt so besonders. Eine Plus-Size Schwangerschaft ist etwas Aufregendes und das Wichtigste während Ihr, ist eine positive Einstellung. Ohne diese können Vorteile und Skepsis leicht Überhand gewinnen und somit einen der schönsten Abschnitte im Leben ruinieren.

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Schwangerschaften auf Plus Size Blogs

Auch in Plus Size Blogs wird das Thema Schwangerschaft immer gern wieder aufgegriffen. Susi hat für Soulfully von ihren Schwangerschaften berichtet und zeigt anhand vieler Medienbezüge genau, wie Schwangerschaft und Plus Size vorurteilshaft negativ in Zusammenhang gestellt wird. Bei Ela von Conquore oder Janina von Chick with Brain and Curves gibt es Tipps zur Umstandsmode und Hilfestellungen zur Frage, ob Still- oder Schwangerschaftskleidung die bessere Wahl ist. Auch die zauberhafte Chris von Chlencherei hat ihre Leserinnen mit auf die Reise während ihrer Schwangerschaft genommen. Wenn Du gerade frisch schwanger geworden bist und gar nicht weißt, wo Du anfangen sollst - dann wird Dich der Beitrag von Janina begeistern: Update Schwangerschaft – was man unbedingt in der Schwangerschaft braucht.

Von Annabell veröffentlicht vor 2 Monaten


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