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Stilbewusst und inspirierend: INBETWEENIE MUST HAVES

Ein Artikel von Nane

Wundercurves stellt vor: Plus-Size-Blogs

Julia Werner

Heute wollen wir Euch wieder einen besonders tollen Plus-Size-Blog vorstellen: INBETWEENIE MUST HAVES von der lieben Julia. Auf ihrem Blog entdeckt sie immer wieder aufs Neue passende Must-Haves, regt mit ihren Tipps zum Nachkaufen an und lässt uns auf eine unterhaltsame Art und Weise auf modische Entdeckungsreise gehen - Stilbewusst inspiriert sie uns dazu, auch hin und wieder mal etwas Neues auszuprobieren.


Liebe Julia, erzähl uns doch zu Beginn ein wenig von Dir: Wie lange bloggst Du schon und wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Also, ich bin 37 Jahre alt, wohne mit meiner Familie "auf'm Dorf" zwischen Sauerland und Ruhrgebiet und arbeite im Bereich Unternehmenskommunikation. Das Schreiben ist einfach neben dem Thema Mode meine große Leidenschaft. Immer schon gewesen. Was liegt da näher, als diese beiden Dinge miteinander zu verbinden?

Meinen Blog habe ich schon vor vier Jahren gestartet. So richtig intensiv ging es aber erst vor knapp über einem Jahr los, als ich die Outfit-Posts für mich entdeckt habe und einen Artikel für die "Stimmen" auf Brigitte.de schreiben durfte. Das Feedback war einfach überwältigend und ich habe gemerkt, dass ich mit meinem Blog scheinbar einen Nerv getroffen habe. Ich habe viele Anfragen zu Shopping-Tipps und total süße „mir-geht-es-genauso“-Mails bekommen, die mich ermutigt haben, weiter zu machen. Seitdem habe ich Feuer gefangen und poste ziemlich regelmäßig 1x pro Woche.


Du bezeichnest Dich selbst als Inbetweenie. Wie definierst Du den Begriff und wo liegen die Grenzen zu Plus-Size?

Mit Größe 46 shoppen zu gehen, kann manchmal wirklich frustrierend sein. Das klassische Fußgängerzonen-Angebot endet oft bei einer 44. Und die spärlich gesähten Läden mit Gr. 44 aufwärts führen oft ein so weit von meinem Verständnis für Mode und Stil entferntes Angebot, dass ich durchaus mit leeren Tüten wieder aus der Innenstadt nach Hause komme. Und das als bekennend Shopping-Süchtige! Ganz abgesehen davon, dass die als „Plus-Size“ gekennzeichneten Sachen meist zu weit für mich geschnitten sind. Da muss echt noch viel passieren!

Es kann doch nicht sein, dass es in großen Größen nur langweilige Basics gibt, die in „normalen“ Größen kaum jemand kaufen würde.
inbetweenie

Also habe ich mich immer intensiver online mit dem Thema beschäftigt, warum es in meiner Kleidergröße fast keine schönen Klamotten zu geben scheint, bin dabei über diesen Begriff gestolpert und hatte sozusagen ein Aha-Erlebnis. Als Inbetweenie steht man im wahrsten Sinne des Wortes irgendwie „dazwischen“: zwischen den sogenannten „Normalgrößen“ und den „Übergrößen / Plus-Size“. Andererseits fängt Plus Size bei manchen Labels wiederum bereits bei Größe 40 an. Da fragt man sich doch echt, was diese ganze Einteilung eigentlich soll. Vor allem, wenn die durchschnittliche Kleidergröße der Frauen in Deutschland eine Größe 44 ist. Vom Grundsatz her wünsche ich mir, dass schöne Mode einfach in jeder Größe verfügbar ist – ganz unabhängig von den ganzen vermeintlich helfenden, oft aber eher diskriminierenden Größen-Kategorien.


Mit dem INBETWEENIE MUST HAVE hast Du ein eigenes Güte-Siegel kreiert, nur ausgewählte, getestete und kritisch geprüfte Stücke werden damit versehen. Was sind Deine Kriterien, die Du für die Beurteilung heranziehst?

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So lange die Modeindustrie es, wie oben beschrieben, nicht schafft, größenübergreifend großartige Mode anzubieten, definiere ich mich also weiter als Inbetweenie. Und für die Frauen, denen es so ähnlich geht wie mir, habe ich meinen Blogtitel und letztendlich auch die Key-Pieces, die ich auf meinem Blog zeige, ausgewählt: die INBETWEENIE MUST HAVES.

Dabei achte ich vor allem auf Stil, Passform, Tragekomfort, Stoffqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis der gezeigten Teile. Das müssen nicht immer die aktuellsten Trends sein. Es ist eher ein bisschen wie in der Liebe: Es muss einfach gefunkt haben. Wenn man liebt, was man trägt, dann strahlt man das auch nach außen aus. Immer, wenn ich also eines dieser raren Stücke gefunden habe, das in meinen Augen das Zeug zum echten Klassiker in meiner Größe hat, emfpehle ich es auf dem Blog.


Welche Marken kannst Du anderen Inbetweenies für ihre Kleidersuche empfehlen?

Ich persönlich liebe zum Beispiel die Sachen von Zizzi. Wenn ich so durch meinen Kleiderschrank gehe, hängen davon tatsächlich so einige Lieblinsstücke! Von Jeans über Kleider, Outdoor-Jacken und Party-taugliche Oberteile – manchmal kaufe ich die Sachen sogar ohne Anprobieren, weil ich weiß, dass sie passen, gut sitzen und lange halten.

Auf der CURVY in Berlin letztes Jahr habe ich Sheego und Studio Untold für mich entdeckt, die online ein modernes und vielseitiges Angebot haben. Als regelrechte Online-Fundgruben haben meiner Meinung nach auch Navabi und OTTO ein tolles markenübergreifendes Angebot. Und von ASOS und Zalando gibt es eine coole CURVE Kollektion.

Das meiste passiert also online. In der Stadt werde ich schon mal bei S. Oliver / Triangle oder bei C&A fündig. Und wenn es etwas mehr kosten darf, kann ich Minx bzw. Sallie Sahne empfehlen. Die haben einfach tolle klassische Sachen für's Büro oder wenn es mal etwas schicker sein soll.

Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen sprichst Du Dich auf Deinem Blog klar für eine Entschleunigung der Modeindustrie aus. Wo siehst Du die Probleme? Und wie kann jeder einzelne zur Entschleunigung seinen Beitrag leisten?

Das Modekarussell dreht sich im Moment so schnell wie noch nie. Und durch die sozialen Medien verpuffen Neuigkeiten viel schneller als noch vor ein paar Jahren. Ständig muss etwas Neues her, um die verschiedenen Kanäle zu füttern.

Wenn man mal so durch die gängigen Modemagazine blättert, kommt man ja gar nicht mehr hinterher, was angeblich alles „in“ und welche Labels gerade angesagt sind. Für meinen Geschmack wird Mode dadurch zu einer Art Einwegartikel. Und wieviel Herzblut kann eigentlich in einer Kollektion stecken, wenn man gedanklich schon im Termindruck für die nächste Saison steht?

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Ich habe meinen Stil gefunden und hechle nicht jedem Trend hinterher. Ich spreche mich eher für die Klassiker aus, die man mehrere Jahre lang tragen kann. Den perfekten Trenchcoat oder einen sexy Bleistiftrock muss man nicht nach einer Saison austauschen. Als Mode-Begeisterte und natürlich insbesondere als Bloggerin faszinieren mich mich die Trends und Neuigkeiten natürlich trotz allem. Ich plädiere aber dafür, Kleidung bewusster auszuwählen, und zwar danach, was einem steht und gefällt und nicht danach, was gerade alle anderen hypen. Fragt euch einfach vor einem Kauf: Würde ich das auch nächstes Jahr noch tragen?


Vor so ziemlich genau vier Jahren bist Du mit Deinem Blog online gegangen. Was hat sich seitdem einerseits in der Blogger-Szene und andererseits in der Plus-Size-Szene verändert?

Öffentliche Aufmerksamkeit hat mein Blog ja wie oben schon kurz beschrieben erst vor etwa einem Jahr bekommen. Das ist natürlich ein viel zu kurzer Zeitraum, um deine Frage qualifiziert beantworten zu können. Aber schon in diesem kurzen Jahr konnte ich feststellen, dass die Blogger-Szene boomt. Und ich freue mich, dass das Thema Plus-Size in letzter Zeit so viel positive Aufmerksamkeit bekommt.


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Mittlerweile habe ich auf dem einen oder anderen Event schon einige andere Bloggerinnen persönlich getroffen und bin begeistert. Persönlich empfinde ich beim Besuch einer Fashion Week, Messe oder eines Blogger-Events immer ein bisschen sowas wie Klassenfahrts-Stimmung.

Durch meinen Blog bekomme ich die Gelegenheit, ein bisschen hinter die Kulissen der Modewelt zu blicken und ein paar wirklich inspirierende Mädels, Influencer und Mode-Macher kennenzulernen, die ich sonst vermutlich nie getroffen hätte. Manche von ihnen sind für mich schon richtige „Blogger-Freundinnen“ geworden. Dafür bin ich sehr dankbar und ich genieße diesen Austausch mit meinen Gleichgesinnten total.

Was mich an der sogenannten „Blogger-Szene“ allerdings nervt sind diese austauschbaren, durchgestylten mega-gehypten Instagram-Accounts, auf denen immer die gleichen Motive, Posen und Produkte gezeigt werden. Da fehlt mir einfach die Authentiziät.


Mit #CurvyFit hast Du Dich mit anderen Blogs zusammengeschlossen, um Deine Leser zu mehr Bewegung zu motivieren. Woher nimmst Du Deine Motivation?

Mit CURVY FIT stellen wir uns gemeinsam neuen sportlichen Challenges und haben einfach Spaß an der Bewegung. So wollen wir zeigen, dass Kurven und Fitness durchaus zusammengehören.

Getanzt habe ich immer schon gerne, aber klassische Fitness- oder Ausdauer-Sportarten wie BBP oder Joggen klingen erst mal nicht so verlockend wie der Abend auf dem Sofa. Wenn man sich dann aber einmal aufgerafft hat, fühlt man sich einfach großartig! Klar ist es anstrengend, aber ich bekomme durch Sport so viel Energie für die andere Dinge in meinem Leben.


Als arbeitende Mutter und Bloggerin hast Du bestimmt viel um die Ohren, so führst Du neben INBETWEENIES MUST HAVES mit MAMA LUJA auch noch einen Blog, in dem Du aus dem Alltag als Working Mom berichtest. Wie behältst Du Deinen Alltag im Griff? Ist die Balance zwischen Arbeit, Kindern und den Blogs schwer zu halten?


MAMA LUJA ist ein kleiner Ableger aus meinem Blog. In meiner Elternzeit habe ich angefangen, ein Babytagebuch zu schreiben. Manche Begebenheiten aus meinem neuen Mama-Leben waren einfach derart zum Schießen, dass Auszüge aus diesem Tagebuch später mit auf dem Blog gelandet sind. Irgendwann habe ich dann die Mode- und Mama-Themen auf zwei Blogs getrennt.

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Diese Trennung funktioniert auch im Alltag ganz gut. Meine Familie steht dabei an erster Stelle. Wenn ich mit meinen Kindern zusammen bin, blende ich das Büro und die Blogs aus.

Natürlich bleibt man über das Smartphone trotzdem irgendwie erreichbar. Wenn die Kinder abends im Bett sind, mein Mann mich entbehren kann oder ich meinen Büro-freien Tag habe, blogge ich. Das Ganze habe ich mir bewusst so ausgesucht, von daher empfinde ich nichts davon als Belastung, auch wenn es sicherlich manchmal ganz schön stressig werden kann! Für mich stimmt die „Work-Blog-Life“-Balance einfach. Das Bloggen ist dabei ein Stück weit auch mein persönliches Ventil, um meinen Kopf wieder freizubekommen für den Alltag...

Nun noch zum Abschluss – Was sind Deine Lieblingstrends für diesen Sommer? Was sollte eine Inbetweenie unbedingt in ihrem Kleiderschrank aufnehmen?

Ich persönlich stehe total auf Knallfarben, wie sie im aktuellen Ibiza-Bommel-Trend daherkommen. Darin sieht man einfach so schön sommerlich und frisch aus – vor allem in Kombination mit Jeans oder Weiß.

In diesem Jahr hat mich außerdem das Metallic-Fieber gepackt. Gerade erst hat eine silberne Tasche bei mir ihr neues Zuhause gefunden. Auch eine silber verspiegelte Sonnenbrille steht noch auf meiner Wunschliste. Und wie wäre es diesen Sommer mal mit einem weit schwingenden Rock mit Taschen? Der ist luftig und angezogen zugleich.

Tja, und was eine Inbetweenie sonst noch unbedingt in ihrem Kleiderschrank aufnehmen sollte, könnt ihr am besten regelmäßig auf meinem Blog nachlesen...


Liebe Julia, hab vielen Dank für das tolle, ehrliche Interview und wir freuen uns drauf, noch ganz viel mehr von Dir zu lesen - und von Dir zum Shoppen inspiriert zu werden!


Alle Bilder wurden netterweise von Julia zur Verfügung gestellt

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