Wolle: Die natürliche Faser

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Wolle – die tierische Faser

Bei Wolle ist in der Regel von Schafwolle oder Schurwolle die Rede – Wolle wird normalerweise aus Tierhaaren hergestellt. Das muss nicht ausschließlich Schaf sein, aber Schafswolle ist bei uns am weitesten verbreitet. Weiterhin gibt es auch Wolle aus Pflanzenfasern oder aber synthetischen Fasern. Oft kommen bei Kleidungsstücken Mischfasern zum Tragen, welche die Vorteile aller Wollarten vereinen. Davon aber in einem anderen Materialratgeber mehr. Hier wollen wir uns nun vor allem auf die Wolle aus Tierhaaren konzentrieren. Denn Schurwolle oder Schafswolle bringt ganz bestimmte Eigenschaften mit, die sich von anderen Wollarten abgrenzen.

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Wolle für Mollige: das ideale Klima

Wolle von Tieren stammt vor allem von Schafen und ist eine Eiweißfaser. Etwa ein- bis zweimal im Jahr werden Schafe geschoren und geben ihre wärmende Wolle her, die viele positive Eigenschaften in der Kleidung mitbringt. Nach dem Waschen und Trocknen wird das Haar gesponnen, herauskommen dabei lange Wollfände, die sich dann in der Produktion für Kleidung weiterverarbeiten lassen. Da Schafe normalerweise zweimal im Jahr geschoren werden, wird zwischen Sommer- und Winterwolle unterschieden. Sommerwolle ist eher eine leichte Wollart, die mehr kühlt als wärmt. Winterwolle dagegen ist weich, kuschelig und wunderbar wärmeisolierend. Schurwolle ist eigentlich immer die Wolle vom Schaf – steht also Schurwolle im Etikett, kannst Du davon ausgehen, dass hier die Wolle von Schafen verarbeitet wurde. Schafswolle (generell Wolle aus Tierhaaren) hat den Vorteil, dass sie besonders weich, flauschig und hautschmeichelnd ist. Dabei wirkt sie zudem temperaturausgleichend. Darum wird sie auch vor allem in Winterbekleidung eingesetzt, denn sie wärmt zum einen, zum anderen schwitzen wir in einem dicken Winterpulli aber auch nicht unangenehm – das Klimamanagement ist optimal und Feuchtigkeit wir nach außen transportiert. Das macht Wolle auch in der Plus Size Mode so beliebt. Wir neigen ja eh vermehrt zum Schwitzen, was nicht gerade sehr angenehm ist – auch im Herbst und Winter nicht. Wolle gleicht Temperaturen aber perfekt aus und wird so nicht zum Hitzebunker am Körper.

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Die Eigenschaften von Wolle

Wolle in der Bekleidung und vor allem auch in der Übergrößenmode bringt zahlreiche Vorteile und positive Eigenschaften mit. Natürlich ist sie herrlich wärmeisolierend und darum vor allem bei kaltem Wetter das Nonplusultra. Auch über die temperaturausgleichenden und atmungsaktiven Eigenschaften haben wir schon gesprochen. Aber wusstest Du auch, dass Wolle wenig schmutzanfällig und so besonders pflegeleicht ist, da sie nicht besonders häufig gewaschen werden muss. Oft reicht es einen Kleidungsstück aus reiner Wolle ein paar Minuten oder Stunden an die frische Luft zu hängen und gut durchlüften zu lassen, wenn es unangenehme Gerüche angenommen hat. Diese verflüchtigen sich nach einiger Zeit und schon kannst Du Deinen Lieblingspulli oder die kuschelige Strickjacke wieder anziehen. Dazu passt auch, dass Wolle nicht knitteranfällig ist – Bügeln ist hier also nicht nötig. Weiterhin bringt Wolle eine gute Elastizität mit. Auch damit punktet sie bei Kleidungsstücken in großen Größen, denn sie passt sich dem Körper schnell und optimal an. Und noch ein Vorteil: Wolle ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Reine Wolle ist in der Regel hautfreundlich und reizt nicht durch chemische Substanzen und dergleichen. Damit ist sie auch für empfindliche Haut wie gemacht – es sei denn, die Wolle kratzt oder Du bist allergisch gegen Tierhaare. Und damit sind wir bei den Nachteilen der Wolle. Manche reine Wollarten kratzen beim direkten und dauerhaften Kontakt mit der Haut etwas und sind damit vor allem für überempfindliche oder zu Allergien und Neurodermitis neigende Haut nicht unbedingt zu empfehlen – das musst Du am besten ausprobieren. In Textilien wird diesem Effekt häufig durch Mischung des Gewebes und Kombination mit anderen Materialien entgegengewirkt. Zudem muss Wollkleidung vorsichtig gewaschen werden, da sie sonst verfilzt und das Kleidungsstück merklich einläuft. Bedeutet also: Hand- oder Wollwäsche und niedrige (!) Schleuderdrehzahl. Das Waschen und Pflegen von Wolle will also gelernt sein. Und noch ein Nachteil für alle Veganer: Da (Schafs)Wolle aus tierischer Produktion kommt, ist sie für Veganer tabu.

Übrigens gibt es viele verschiedene Wollarten, die aus tierischen Fasern stammen und alle noch einmal unterschiedliche Plus- und Minuspunkte mitbringen:

Schafwolle: Die Schurwolle ist extrem wärmeisolierend und nimmt Feuchtigkeit gut auf und trägt diese weg vom Körper. Ist der Fettanteil der Wolle sehr hoch, kann sie sogar bis zu einem gewissen Grad wasserabweisend sein. Für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut fühlt sich Schurwolle allerdings oft kratzig an. Auch ist sie nicht besonders pflegeleicht und muss per Hand gewaschen werden.

Merinowolle: Diese Wolle ist nicht nur sehr weich, sondern auch recht fest und damit besonders strapazierfähig. Dabei ist sie aber dennoch dehnbar. Die Merinowolle kratzt so gut wie gar nicht und ist darum auch für Menschen mit empfindlicher Haut oder Babys und Kleinkinder wunderbar geeignet. Auch aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit ist Merinowolle beliebt, sie lässt sich nämlich einfach in der Maschine waschen. Als Wintergarn ist sie aber nicht für sommerliche Kleidungsstücke geeignet, wie man aufgrund ihrer glatten Struktur meinen könnte.

Alpakawolle: Diese Wolle ist noch wärmer als Schafswolle, dabei aber dennoch leichter. Sie ist weich und lässt sich glatt verarbeiten, dadurch ist sie für Allergiker gut geeignet. Zudem ist sie besonders strapazierfähig. Dafür ist sie aber auch etwas teurer als Schurwolle.

Angorawolle: Angorawolle ist ebenfalls sehr warm und weich, sie nimmt Schweiß schnell auf und leitet ihn nach außen. Aber leider gibt es bei Angorawolle auch schwerwiegende Nachteile: Oft kommt die Wolle von Pelztierfarmen aus China. Dort wird laut einem PETA-Bericht von 2013 den Tieren das Fell oft bei lebendigem Leibe gerupft, was den Tieren viel Schmerz und Leid bereitet.

Mohairwolle: Nicht vom Angorakaninchen, sondern von der Angoraziege stammt die sogenannte Mohairwolle. Die Wolle ist warm, weich und strapazierfähig, lässt sich allerdings schwierig waschen und pflegen, da sie sehr empfindlich ist.

Kaschmirwolle: Diese Wolle wird aus dem Unterhaar der Kaschmirziege gewonnen, das besonders fein ist. Auch sie ist besonders leicht, weich und wärmeisolierend. Als eine der edelsten Wollarten ist sie aber auch besonders teuer.

Wie Du Kleidungsstücke aus Wolle am besten pflegst

Schau immer am besten ins Etikett des Kleidungsstücks aus Wolle. Meistens sollte Wolle nicht mit einer Temperatur über 30 °C gewaschen werden. Bei den meisten Waschmaschinen gibt es einen besonders schonenden Wollwaschgang. Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, wasche Wollsachen per Hand. Nutze für beides stets spezielles Wollwaschmittel. Nach dem Waschen möglichst nicht hängend trocknen, da sich sonst die Form verziehen kann.

Die typischen Kleidungsstücke aus Wolle

Pullover aus Wolle Pullover aus Wolle gibt es in allen Formen und Farben. Sie sind mal dick und mit großen Maschen und mal fein und engmaschig gestrickt. Besonders gemütlich sind Modelle in weiten und lockeren sowie geradlinigen Formen, in die Du Dich im Winter wunderbar einkuscheln kannst. Extralange Schnittformen wärmen bis über den Po und Varianten mit Roll- oder Schalkragen bis zum Kinn.

Mäntel aus Wolle Mäntel aus Wolle sind in der Regel fest und damit strapazierfähig gewebt, sodass Kälte, Nässe und Wind keine Chance haben. Dank (Hochklapp)Kragen und langem Schnitt halten Sie wunderbar warm und sehen dank schmalen Silhouetten und häufig angebrachten Taillengürteln wunderbar feminin und elegant aus. Die Farben sind oft dezent und changieren zwischen Schwarz, Marineblau, Beige und Dunkelgrün.

Schals und Mützen aus Wolle Kleidungsstücke für den Winter aus Wolle sind natürlich besonders häufig wärmende Accessoires wie Schals und Mützen. Beides gibt es in zig Varianten passend zu Deinem individuellen Stil – von langen und breiten Schals, die Du mehrmals um Deinen Hals schlingen kannst, bis hin zu kurzen, schmalen und edlen Modellen, von dicken Beanies, unter die Deine Mähne locker drunter passt, bis hin zu passgenauen, gekrempelten Seemannsmützen.

Hier nocheinmal alle Besonderheiten von Wolle auf einen Blick

  • wärmeisolierend
  • geruchshemmend
  • knitterfrei
  • hypoallergen
  • thermoregulierend
  • flexibel und dehnfähig
  • Schweiß- und Feuchtigkeit-absorbierend
  • knittert kaum
  • sehr farbbeständig
  • lädt sich nicht elektrostatisch auf
  • farbbeständig
  • schwer entflammbar

Unser Fazit

Wolle ist ein wunderbares Material für kalte Wintertage. Sie hält nicht nur angenehm warm, sondern sorgt auch dafür, dass Schweiß und Feuchtigkeit schnell vom Körper wegtransportiert werden und Gerüche nicht so schnell entstehen. Dafür lieben wird das herrlich kuschelige Material, das in zahlreichen Kleidungsstücken aufs Schönste verarbeitet wird. Menschen mit empfindlicher Haut sollten allerdings lieber zu anderer Wolle als Schurwolle oder zu Mischgeweben sowie Baumwolle greifen.

Die Verwendung von Wolle für Kleidung hat eine lange Tradition. Die wertige Faser ist natürlichen, tierischen Ursprungs und punktet mit zahlreichen Eigenschaften, die auch mit moderner Synthetik nicht erreicht werden. Ob als Mischgewebe oder Reinfaser, Wolle punktet gerade in der kalten Jahreszeit durch ihre Vorzüge.

Erfahre mit Wundercurves mehr über die verschiedenen Wollarten, die konkreten Vorteile des Materials und die Wollpflege. Finde mit uns Dein neues wolliges Lieblingsteil!