Body Shaming im Job

Von Hillary

Wenn Arbeitgeber bis zum Äußersten gehen

Dieser Tage gibt es in den sozialen Medien und der Fashion Welt kaum ein anderes Thema als Diversity und Selbstliebe. Doch Body Positivity ist längst noch keine Selbstverständlichkeit und erniedrigendes Body Shaming leider immer noch Alltag für viele Menschen. Besonders Frauen haben weltweit sogar in ihrem Job alltäglich mit Diskriminierungen aufgrund ihres Aussehens zu kämpfen. Wundercurves stellt Dir zwei Fälle von Body Shaming im Job vor, die uns betroffen gemacht haben.

Größere Uniform, weniger Gehalt

Besonders in frauendominierten Berufen, wie dem der Flugbegleiterin, sind Frauen oft einem enormen Druck in Bezug auf ihr Äußeres ausgesetzt. Evgenya Magurina arbeitet als Stewardess bei der russischen Fluggesellschaft Aeroflot. Als sie ihren Arbeitgeber aufgrund einer Gewichtszunahme nach einer größeren Uniform fragte, erklärte dieser ihr schriftlich, dass eine größere Uniform auch gleichzeitig mit weniger Gehalt eingehe. Zusätzlich strich die Airline Evgenya Magurina von allen internationalen Flügen, um den Druck auf die Mitarbeiterin zu erhöhen.

Bei der Fluggesellschaft ist dies kein Einzelfall, wie Evgenya Magurina berichtet. Doch die Flugbegleiterin bewies Mut und zog gegen ihren Arbeitgeber vor Gericht - in Russland eine absolute Seltenheit. Im Video erzählt sie ihre Geschichte und wie der Prozess für sie verlaufen ist.

Embedded content:https://www.youtube.com/watch?v=NEnKHMNw22c

Zu sexy für die Bank


Als Stephanie aus Texas und ihr Verlobter Arryn sich für ein intimes Fotoshooting entschieden, hätten sie sicher nicht damit gerechnet, welche Wellen dieses schlagen würde. Die romantischen Fotos von den Beiden am See wurden im Internet über zehntausende Male geteilt, doch genau das wurde Stephanie zum Verhängnis. Als ihr Arbeitgeber, die Austin Bank Texas, die Fotos sah, entließ dieser die Bankerin fristlos.

Als Begründung gab die Bank an, dass die nackte Haut, die auf den Bildern des Paares zu sehen ist, für ein familienfreundliches Unternehmen nicht angemessen sei. Dass Stephanie zu diesem Zeitpunkt bereits im fünften Monat schwanger war, schien den Arbeitgeber dabei nicht zu stören.

Doch für Stephanie hatte das Fotoshooting mit ihrem Verlobten nicht nur ein negatives Nachspiel: Neben zahlreichem positiven Feedback, das sie auf den sozialen Medien erhielt, konnte sie auch ihr Selbstbewusstsein steigern. "Ich habe mich wirklich noch nie so attraktiv gefühlt”, sagte sie im Interview mit der Huffington Post US. “Ich war so nervös, aber als ich die Bilder sah, war ich schockiert. Ich sehe so verliebt aus, so selbstbewusst. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich in diesem Licht zu sehen. Das hat mir wirklich die Augen geöffnet."

Von Hillary

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