Kurvige Liebe: Mein Hochzeitskleid

Von Katja

Katja von "Kurvige Liebe" berichtet über ihre Erfahrungen

Die Suche nach dem eigenen Hochzeitskleid bereitet gerade Frauen mit einer größeren Konfektionsgröße regelmäßig schlaflose Nächte. Denn nicht jeder Fachhändler bietet vorteilhafte Plus Size-Brautmode an. Katja vom Blog „Kurvige Liebe“ hat bei ihrem Brautkleid-Kauf im Jahr 2014 ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht und lässt uns noch einmal an ihren Erinnerungen rund um die Suche nach dem perfekten Hochzeitskleid teilhaben.


Nachdem Volker mir am 07. Januar 2013 in New York (während einer Kutschfahrt durch den Central Park *kreisch* ) einen Heiratsantrag gemacht hatte, drehte sich bei uns relativ schnell alles um unsere Hochzeit. Zum Glück haben wir einen sehr ähnlichen Geschmack und so waren Location, Einladungskarten, Farbauswahl der Deko, etc. super schnell gefunden.

Es gab allerdings ein Thema, das trieb Volker (da er mich wirklich sehr gut kennt) sofort die Schweißperlen auf die Stirn: Mein Hochzeitskleid.

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe

Für Volker war die Outfitsuche auch nicht ganz einfach. Er wollte einen tollen Anzug mit Hemd und Gilet. In Kaiserslautern gab bzw. gibt es keinen Plus Size-Herrenausstatter und weiter weg fahren wollte Volker nicht. Er fand sein Outfit trotzdem recht schnell und war sehr zufrieden damit. Sein einziges Problem waren damals die Hosentaschen, die zugenäht werden mussten, da er relativ kräftige Oberschenkel hat und sie sonst abgestanden hätten.

Ich andererseits hatte tatsächlich Alpträume wegen meines Kleides und ich war fest davon überzeugt, niemals etwas Passendes zu finden. Ich muss dazu sagen, dass ich sowieso nie gerne Kleider getragen habe und daher meine Antipathie voll auf das Brautkleid fixiert hatte. Aber: Wir wollten kirchlich heiraten und deshalb brauchte ich dringend ein Kleid.

Mein erster Gedanke war Lucardis Feist. Ich wusste, dass sie ausgefallene Hochzeitskleider auch für große Größen schneidern konnte. In meiner Vorstellung wollte ich unbedingt ein schwarz-weißes Kleid, da ich schwarz einfach liebe. Nun war das Studio Feist über 350 km von uns entfernt und ich entschied mich nach langem hin und her Überlegen, woanders nach meinem Traumkleid zu suchen.

Meine erste Anlaufstelle fand ich über das Internet, ein kleiner Laden in der Nähe meiner Arbeit, für den große Größen angeblich kein Problem seien. Noch frustrierter als vorher verließen eine meiner Trauzeuginnen und ich den Laden. Ich hatte genau zwei Kleider zur Auswahl und durfte mich im Modell „explodiertes Sahnebaiser“ und „dickes Burgfräulein“ bewundern, während der Ehemann der Verkäuferin beim Rasenmähen ständig durch das Fenster schaute… Es gab leider keine Umkleide. Das war alles so gar nicht förderlich für mein eh schon angeknackstes Ego.

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe / Foto: Ute Keller

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe / Foto: Ute Keller

Aufgrund einer Empfehlung einer Kollegin, war meine nächste Wahl ein Brautmodengeschäft in Landau. Hier musste ich im Vorfeld meine Maße nennen und hatte bei meinem Termin fünf Kleider zur Anprobe. Leider war nur ein schwarz-weißes Modell dabei, das mir an mir nicht gefallen hat. Das dritte Kleid, das ich anprobiert hatte, war ein relativ schlichtes A-Linien Modell, das mir und meinen beiden Trauzeuginnen auf Anhieb ganz gut gefiel. Kombiniert mit einer schwarzen Stola und einem schwarzen Gürtel, fühlte ich mich zum ersten Mal wohl in einem Kleid.

Nachdem mir die Verkäuferin versicherte, dass es kein Problem sei, das Dekolleté so abzuändern, dass der Busen mehr betont wurde, sagte ich zufrieden „Ja“ zum Kleid und zur Stola. Der Auftrag an die Änderungsschneiderin des Hauses ging raus. Im Hinterkopf hatte ich allerdings noch eine sehr talentierte Freundin, von der ich wusste, dass sie mir das schlichte Kleid noch mit schwarzen Applikationen aufpeppen konnte.

An dem Tag, als ich mein Brautkleid abholte und es nochmal final anprobierte, war ich leider nicht mehr ganz so froh. Ich hatte das Gefühl, dass ich zu langweilig und nicht wirklich schön aussah. Meine beiden Freundinnen taten ihr Bestes, um mir das wieder auszureden, aber es blieb ein komischer Beigeschmack bei mir zurück.

Naja, was sollte ich machen, ich hatte das Kleid ja gekauft. Zum Glück konnte meine Freundin das Kleid noch mit einem schwarzen Spitzengürtel aufhübschen und so gefiel ich mir an unserem Hochzeitstag im Endeffekt doch ganz gut. Mein Traumkleid war es zwar definitiv nicht, dafür habe ich aber meinen Traummann geheiratet und das machte alles wieder gut! ❤

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe / Foto: Ute Keller

Volker und Katja von Kurvige Liebe
© Kurvige Liebe / Foto: Ute Keller

Hätte ich damals gewusst, wie viele tolle Plus Size-Anbieter es wirklich gibt, hätte ich auch eine weite Anfahrt in Kauf genommen und mich ganz anders beraten lassen und entschieden.

Heute würde ich mein Traumkleid mit Sicherheit finden und vielleicht kaufe ich es mir zu unserem fünfjährigen Hochzeitstag. Die aktuelle Plus Size-Brautmode ist auf jeden Fall der Wahnsinn und bringt sogar mich dazu, nochmal ein Brautkleid anziehen zu wollen.


Damit es Dir nicht so ergeht wie Katja, wollen wir Dir die Suche nach Deinem Traum-Brautkleid etwas erleichtern. Aus diesem Grund haben wir Dir einen Ratgeber mit Tipps & Tricks zum Brautkleidkauf in großen Größen zusammengestellt. Neben vorteilhaften Schnitten und Stoffen, findest Du auch eine ganze Reihe von Labels und Fachhändlern, die Plus Size-Hochzeitskleider anbieten oder sich sogar darauf spezialisiert haben.


Von Katja veröffentlicht vor einem Monat

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